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Das Konzept

Tausende von Pendlern sind im Dreiländereck rund um die Großstadt Siegen täglich unterwegs, Berufstätige zu ihren Arbeitsplätzen, junge Menschen zur Schule, Universität oder beruflichen Ausbildung. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), insbesondere der schienengebundene Nahverkehr (SPNV), kann in diesem Verkehrsraum, d. h. dem Bereich der Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd (VGWS), im Vergleich zu ähnlich strukturierten Räumen diese Pendlerströme nur ungenügend an sich binden. Es herrscht ein ausgeprägter Individualverkehr mit einer daraus resultierenden, täglich wachsenden Verkehrsflut vor. Ein weiterer Ausbau des bereits relativ dichten Straßennetzes ist aufgrund der ungünstigen Topographie und der darauf ausgerichteten Siedlungsstruktur sehr kostenaufwendig. Hinzu kommen sowohl die Problematik der Eingriffe in ökologische Gefüge, als auch die des Flächenverbrauches.

Eine konkrete Alternative in volkswirtschaftlicher und verkehrspolitischer Hinsicht stellt der Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs dar, welcher hier mit verhältnismäßig geringem Mitteleinsatz einen großen Zuwachs im ÖPNV ermöglichen kann.

Eine Neuordnung des Schienenverkehrs soll ansprechenden Fahrkomfort bieten und damit als Alternative zum Privat-PKW die entsprechende Akzeptanz bei der Bevölkerung erreichen. Ohne Stau sollen die Fahrgäste pünktlich und schnell zum Ziel gelangen. Ein derartig leistungsfähiges und zeitgemäßes Schienenverkehrssystem ist nicht nur der Umwelt zuliebe, sondern auch für die weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Siegen und dessen länderübergreifenden Einzugsgebietes notwendig. Um diese Zielsetzung eines ökonomisch und ökologisch hochwertigen und leistungsfähigen Schienenverkehrsangebotes zu erreichen, sind folgende Maßnahmen durchzuführen:

Neuordnung des Schienenverkehrs auf dem Streckennetz der Deutschen Bahn im Bereich der Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd unter Berücksichtigung des Integralen Taktfahrplans Nordrhein-Westfalen (ITF) und der Verknüpfungen mit dem Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn.

Neben der DB Begionalbahn Westfalen werden weitere Betreiber, wie die hier vorgesehene S-Bahn Siegen die wesentlich erweiterten Beförderungsleistungen erbringen. Unter dem Dach dieser neuen Firmierung können sowohl das Know-How als auch die Zugriffsmöglichkeit auf personelle Ressourcen bereits bestehender regionaler Verkehrsunternehmen vereint werden. Eine derartige Kooperation sowie ein intelligentes Betriebs- und Fahrzeugkonzept ermöglichen Synergieeffekte.

Reaktivierung von Schienenstrecken zur Schaffung neuer Verbindungen, Neubau und Modernisierung von Haltepunkten zur Erhöhung der Erschließungswirkung, sinnvoller Ausbau der bisherigen Strecken zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit und Beförderungsgeschwindigkeit sowie nicht zuletzt die Sicherung und Ausweitung des schienengebundenen Güterverkehrs.

Einführung des neuen richtungsweisenden Nahverkehrsproduktes S-Bahn Siegen.

Die neue Fahrzeuggeneration sichert attraktiven Reisekomfort und erhält zudem durch modernes, eigenständiges Design eine regionale Identität.

Optimierte Abstimmung von Bus und Bahn ermöglicht unter der Erschließung von Ortsteilen abseits der Schienenwege ein attraktives Gesamtkonzept.

Neue Park+Ride-Anlagen (P+R) sowie Bike+Ride-Anlagen (B+R) intensivieren die sinnvolle Anbindung der Bahnhöfe und Haltepunkte für PKW und Fahrräder.

Die "S-Bahn Siegen" als neues Produkt soll gemeinsam mit den Verkehrsangeboten InterRegioExpress, RegionalExpress, RegionalBahn und Bus ein miteinander verknüpftes und sich ergänzendes Nahverkehrssystem bieten. Ein solches System führt nach entsprechender Umsetzung durch die politischen Gremien und die effiziente Zusammenarbeit der Verkehrsbetriebe bei der Bevölkerung zur Begünstigung bei der Verkehrsmittelwahl und wird eine erheblich verbesserte Lebensqualität in der Region ermöglichen.

© 2004 by Alessandro P. Palmieri (ViSdP) - Alle Angaben ohne Gewähr!
Stand der Daten: 2004